1. Anonym
  2. Anwaltshaftung
  3. Sonntag, 05. März 2017
Ein Mieter meiner Mutter hatte die Miete 2 Monate nicht bezahlt und nach der Kündigung eine Mietminderung geltend gemacht. Die geminderte Miete bezahlte er bis zu seinem Auszug 31.12.2015. Den Vergleich aus der ersten Gerichtsverhandlung widerrief der Mieter und beauftragte einen Gutachter. Beim Gutachtertermin war mein Anwalt nicht anwesend (er meinte, dass das nicht nötig sei), der Anwalt des Mieters war anwesend. Meine Einwände gegen das Gutachten tat mein Anwalt ab, mit der Bemerkung, dass sie nicht relevant für den Prozess wären. Es folgte ein 2. Gerichtstermin. Einen Tag vorher verschob mein Anwalt den Termin, vergaß aber es mir mitzuteilen. Bei der Gerichtsverhandlung empfahl mir mein Anwalt den Vergleich anzunehmen obwohl der von einem Mietverhältnis bis zum 30.11.15 ausging, was ich erst später erfuhr. Somit habe ich für Dezember weder Miete noch NK bekommen.
Den Tod meiner Mutter sollte ich dem Gericht verschweigen.
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Sehr geehrte(r) Anonymus(a),

was Sie mit Ihrem Rechtsanwalt erlebt haben hört sich natürlich nicht schön an und trägt zum allgemeinen Anwaltsverdruss bei.
Ich kann anhand Ihrer Schilderung aber nicht erkennen, dass sich an dem Sachverständigengutachten und an dem Ergebnis des Prozesses insgesamt etwas verändert hätte, wenn Ihr RA sich besser für Sie eingesetzt hätte.
Soweit Ihr Mieter entgegen dem Vergleich bis Ende Dezember, also einen Monat länger in der Wohnung verblieben ist, müssten Sie eigentlich einen Nutzungsersatzanspruch in Höhe der vertraglichen Miete gegen den Mieter für den Monat Dezember haben. Das könnten Sie prüfen lassen und ggfls gesondert von dem ehemaligen Mieter verlangen.

Mit freundlichen Grüßen

Kai Spirgath
Rechtsanwalt
Mit freundlichen Grüßen

Kai Spirgath
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