1. Anonym
  2. Anwaltshaftung
  3. Montag, 06. März 2017
Vergleich, Anwaltsregress: Im Vorprozess wurden dem Kläger 40000 E brutto (also inkl. aller Sozialabgaben) geboten für 10 Monate als Abfindung Verlust des Arbeitsplatzes. Anwalt des Vorprozesses riet davon ab, beweisbar. Nun rät der Anwalt des Regressprozesses eine Zahlung von 50000 E die voll zu versteuern ist für 21 Monate anzunehmen.
Annahme: Diesen Rat gibt der Anwalt zur Vertuschung der abgelaufenen Verjährungsfrist für weitere von ihm, nicht geltend gemachte Forderungen. Der Mandant ist jur. Laie. Hat der Anwalt Sanktionen zu fürchten, wenn er dem Mandanten zum Abschluss eines so ungünstigen Vergleichs raten MUSS wegen des Verjährenlassen von Forderungen des Mandanten? Der Mandant ist jur. Laie. Der Anwalt behauptet immer noch, der Mandant könne weitere Forderungen geltend machen wegen Anwaltshaftung.
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Sehr geehrte(r) Anonymus(a),

ich verstehe Ihre Schilderung so, dass Sie vermuten, dass durch Fehler Ihres jetzigen Anwalts ein Teil Ihrer Ansprüche verjährt sind, weshalb Sie jetzt einen (scheinbar) ungünstigen Vergleich annehmen sollen. Auf Ihre kritische Nachfrage vertröstet Sie der Anwalt auf weitere Ansprüche gegen Dritte, richtig?

In einer solchen Situation kann ich Ihnen im Prinzip nur empfehlen, sich eine zweite Meinung über die Notwendigkeit des empfohlenen Vergleichsschlusses einzuholen. Eine einigermaßen verbindliche zweite Meinung werden Sie in der Regel aber nur bei Erteilung eines kostenpflichtigen Prüfungsauftrags erhalten, weil zum Einen die Haftung für einen solchen Rat erheblich sein kann und eine halbwegs verbindliche Aussage nur nach aufwändiger Aktenprüfung getroffen werden kann.

Des Weiteren sollten Sie sich die Empfehlungen des jetzigen Anwalts schriftlich geben lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Kai Spirgath
Rechtsanwalt
Mit freundlichen Grüßen

Kai Spirgath
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